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Canon EOS 650D - ein gelungenes Update der EOS 600D

Wir haben Sie einem genauen Praxistest unterzogen und wollen wissen, ob auch dieses Modell so gut für die Mikrofotographie geeignet ist wie seine Vorgängerin.

Canon EOS 650D DSLR mit APS-C Sensor 

Canon EOS 650D am Mikroskop bewegliches Display

Von außen betrachtet gleichen sich die EOS 600D und die EOS 650D wie eineiige Zwillinge. Sie hat ein solides, gut verarbeitetes Kunststoffgehäuse und zählt mit ihren 575 gr (nur Gehäuse) zu den Leichtgewichten unter den DSLRs. Der Kamerabody liegt gut in der Hand, wobei die Ergonomie einer Kamera in der Mikrofotographie keine große Rolle spielt, da sie ohnehin auf das Mikroskop montiert wird.

Wie ihre ältere Schwester die Canon EOS 600D hat die Kamera einen APS-C Sensor mit 18 Millonen Bildpunkten sowie ein schwenkbares Display. Neu ist allerdings, dass das Display berührungsempfindlich ist! Man kann die Kamera somit kinderleicht per Fingertipp und sogar -wischer über den Touchscreen bedienen. Wobei wir anmerken müssen, das Benützen des Touchscreens während der Mikrofotografie vermieden werden soll, da es zu unerwünschten Vibrationen und in Folge zu Verwacklungen kommen kann. Aber für Technikbegeisterte ist es schön, "wenn man weiss, dass man könnte, auch wenn man es dann doch nicht nützt".

Für unsere Testreihen haben wir ein Zeiss Axioskop Mikrokop verwendet. Für die Montage am Fototubus haben wir ein Interface 44, einen TUST 37C und einen LM Digital SLR Adapter DSLRCC verwendet. Für die Adaption am Okulartubus haben wir die Tubussteckhülse TUST30S und den LM Digital SLR Adapter DSLRCT genommen.

Canon EOS 650D bewegliches Display Okularkamera

Die Rückseite der Kamera sieht ganz gleich aus wie die des Vorgängermodells, auch die Bedienung ist gleich. Das erspart uns mühsames Suchen von Einstellungen und wir konnten sofort mit der Arbeit beginnen. 

Ein bisschen lästig beim Arbeiten ist die eher mäßige Akku-Kapazität. Ist die Kamera viel im Einsatz, so empfiehlt sich in jedem Fall die Anschaffung eines Zweitakkus oder sogar eines zusätzlichen Netzteils.

Die ISO-Empfindlichkeit reicht (automatisch) von 100 bis 6.400 und lässt sich manuell noch bis 25.600 einstellen. Die EOS 600D hat im Vergleich dazu eine manuell einstellbare Obergrenze von 12.800. Die Einstellung ist sehr einfach, man drückt lediglich den Knopf ISO (oben auf der Kamera, neben dem Modus-Wählrad) und wählt dann auf dem Touchscreen die geeignete ISO-Zahl. Wünscht man den Höchstwert (25.600), so muss man dies vorher im Menü unter dem Punkt Individualfunktionen eingeben. Das Rauschverhalten ist praktisch gleich wie bei der EOS 600D. Die Stärke der Rauschunterdrückung kann zudem selbst bestimmt werden.

Canon EOS 650D Mikroskopkamera mit großem Sensor Stellrad

Die Farbtiefe ist ebenfalls bei beiden Kameras mit 42 Bit gleich hoch.

Selbst auf die Gefahr hin, dass wir einige Leser langweilen, weil wir in jedem unserer Berichte die Wichtigkeit des Live View Modus für die Mikroskopie  heraustreichen, lassen wir uns nicht davon abhalten, es auch hier zu tun. Er lässt sich ganz leicht mit der Taste rechts vom Sucher einschalten. Ein kleiner Tipp noch: Nicht vergessen die Gesichtserkennung im Live View - AF Modus zu deaktivieren, ansonsten funktioniert die Vergrößerungsfunktion im EOS Utlity (Software zur Steuerung der Kamera vie PC) nicht! Eine detaillierte Beschreibung der Lupenfunktion im Livebild Modus lesen Sie bitte im Testbericht der Canon EOS 600D nach. 

Videos dreht man mit der Canon EOS 650D in Full-HD Qualität (1920 x 1080) mit maximal 25 Bildern pro Sekunde, gleich wie bei der Canon EOS 600D, einziger Unterschied zur Vorgängerin ist, dass man nun die Möglichkeit hat, mit einem internen Mikrofon den Filmton in Stereo aufzunehmen. Die Relevanz dieses Zusatztools ist für die Mikroskopie nicht sehr hoch, verhalten sich doch die meisten Präparate akustisch ruhig.

Wie die Canon EOS 600D hat auch die Canon EOS 650D eine USB2- und HDMI-Schnittstelle für den Anschluss eines Monitors oder Beamer.

Canon EOS 650D Ansteckbuchsen Schnittstellen HDMI USB

Die Software EOS Utility gibt es wie bei allen Canon Modellen auch hier  kostenlos dazu. Für diesen Test haben wir die Version EOS Utility 2.11.4.0, Firmware der Kamera 1:0.1 verwendet. Hat man einmal mit einer Software vom PC aus gearbeitet, dann will man darauf nicht mehr verzichten. Es ist einfach sehr komfortabel und erhöht den Workflow ungemein. Eine genaue Beschreibung der Software können Sie in dem Bericht der EOS 600D nachlesen.

Fazit: Wie bereits das Vorgängermodell EOS 600D ist auch die EOS 650D eine sehr gute Kamera, die Fotos von hoher Bildqualität liefert. Die Neuerungen im Vergleich zur EOS 600D sind aber für die Mikrofotografie nicht von wesentlicher Bedeutung, sodass man getrost die günstigere EOS 600D wählen kann und das gesparte Geld in teurere Mikroskopobjektive investieren kann.

25.09.2012


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