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Kameratest: Nikon D5600 am Mikroskop - Allroundkamera mit Hindernissen

Nikon DSLR Mikroskopkamera

Nikons Einstiegs-Spiegelreflexkamera D5600 lockt mit hochwertiger Kameratechnik zu einem attraktivem Listenpreis von etwa 600 Euro. Sie besitzt einen sehr hochwertigen APS-C Sensor mit 24 Megapixeln und hohem Dynamikumfang. Praktisch ist auch das 8,1 cm große dreh- und schwenkbare Touchscreen-Display.

Nikon Mikroskopkamera drehbares Display

Die Kamera lässt sich bequem per WLAN vom Smartphone oder Tablet aus mittels App (erhältlich für iOS und Android) steuern. Mit dem Live Bild kann man bequem scharf stellen und auslösen. Hierbei hilft die Lupenfunktion, die sowohl über Knöpfe als auch über das Display betätigt werden kann. Alternativ lässt sich die Kamera mit der Nikon Software Camera Control 2 vom PC/Mac aus steuern. Eine externe Steuerungsmöglichkeit ist gerade beim Einsatz in der Mikroskopie sehr wichtig, da die Kamera fix am Mikroskop montiert ist und der Workflow mithilfe der Softwares enorm gesteigert werden kann.

WLAN DSLR USB Anschluss 

WLAN Anschluss, USB-Anschluss

Lupenfunktion Display DSLR

Lupenfunktion Tasten

Bei der Nikon D5600 kann die Lichtempflindlichkeit von ISO 100 bis 25.600 eingestellt werden. Der Prozessor schafft 5 Serienbilder pro Sekunde bei maximaler Auflösung. Videos werden in Full-HD-Auflösung mit bis zu 60 Bildern pro Sekunde aufgenommen. Die Kamera verfügt über Bluetooth und WLAN sowie NFC. Im Automatikmodus liegt die Belichtungszeit zwischen 1/4.000 und 30 Sekunden. Ein weiteres mittlerweile weit verbreitetes Feature ist der HDR-Modus: Unterschiedlich belichtete Bildserien werden zu einem Foto zusammengesetzt. Dies bringt Vorteile bei mikroskopischen Präparaten mit heterogener Schichtdicke, wie beispielsweise Insekten (Flügel dünn – Körper dick). 

Durchschnittliche ISO-Werte  HDR Modus Nikon DSLR Mikroskopadapter

Oben: Einstellung des ISO-Wertes im Menü / HDR Modus aktivieren

Die Kamera besitzt einen Nikon F-Mount Bajonettanschluss, über den die Kamera mit unserer Adapterlösung am Mikroskop montiert werden kann. Wir bieten für eine große Anzahl von Mikroskopen die passenden Lösungen mit integrierter planachromatischer Optik an. Standardanschlüsse sind:

- Adapter für C-Mount Anschlüsse

Nikon DSLR mit C-Mount Anschluss Adapter
Symbolfoto

- Adapterlösungen für Okulartuben mit 23,2 oder 30 mm Innendurchmesser
Symbolbild Okulartubus Adapterlösung Nikon DSLR

Symbolfoto

- Adapterlösungen für Mikroskop-spezifische Fototuben
Adapterloesung Mikroskopspezifischer Fototubus

Symbolfoto

Aufgrund des modularen Designs unserer Adapterlösungen ist es sehr einfach, das Mikroskop zu wechseln - das ermöglicht ein Maximum an Flexibilität

Mit all den genannten Features wäre die D5600 eigentlich eine sehr brauchbare Kamera für die Mikroskopie - wenn sie nicht eine wesentliche Einschränkung aufweisen würde: Wie ihre teure Schwester D7500  ist die Nikon D5600 leider betreffend der Flexibilität hinsichtlich Fremdobjektiven Hersteller-technisch limitiert. Wenn das Objektiv nicht mit der Kamera kommuniziert, kann die Belichtungsautomatik nicht genutzt werden. Das Auslösen wird blockiert.

Im Handbuch wird diese Einschränkung genau beschrieben: Objektive ohne integrierte CPU können nur im „manuell“ (M) Modus genutzt werden. Bei anderen Kameraherstellern gibt es diese Einschränkung nicht (Canon, Olympus, Sony, …)!!! Erst die teureren Nikon Modelle sind auch für Fremdobjektive freigeschaltet (D850, D810, D800, D500, D610, Z6, Z7, D7000 ,D7100, D7200, D7300). Für den wissenschaftlichen Einsatz am Mikroskop – und damit auch für den Einsatz am Teleskop oder an Makroskopen – heißt das: Wer mit Nikon flexibel arbeiten will, muss tiefer in die Tasche greifen. Prinzipiell kann man zwar auch gut im M Modus arbeiten, eine automatische Belichtung ist jedoch sehr bequem und vereinfacht die Arbeit schon enorm.

Fazit: Die Nikon D5600 ist eine solide DSLR mit gutem Sensor und dreh- und schwenkbarem Display. Als Kombigerät für Alltagseinsatz und Mikroskopeinsatz ist sie auch durchaus interessant. Als reine Mikroskopkamera ist die fehlende Belichtungsautomatik allerdings störend. Alternativen haben wir in unserer Kameraempfehlung bzw. unserem Kameraranking beschrieben.