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Der Canon EOS R7 auf den Sensor geschaut: die spiegellose Systemkamera als ideale Ergänzung zum Mikroksop mit LM digital Adapterlösungen

Lange wurde spekuliert, im Sommer 2022 war es soweit: Canon hat die ersten zwei APS-C Kameras mit EOS R-Mount vorgestellt. Wir haben die R7 als hochwertige Mittelklasse-Kamera auf ihre Eignung als Mikroskopkamera hin geprüft. Das neue Flaggschiff der Canon APS-C Klasse ist derzeit (Stand Juni 2022) für ca.1500 Euro zu haben. 

Profi USB Mikroskopkamera Canon EOS R7 APS-C Kamera

Die wichtigsten technischen Daten im Überblick: 

Die EOS R7 ist sehr gut als Mikroskopkamera geeignet. Mithilfe der LMscope Mikroskop Adapter lässt sich die Kamera an nahezu jedem Mikroskop einsetzen, wobei  der Anschluss über einen separaten Fototubus am komfortabelsten ist. Das Foto unten zeigt die Kamera auf einem Olympus Mikroskop mit trinokularem Fototubus. Die hochwertige Adapterlösung ist speziell für den professionellen Einsatz entwickelt worden und holt die maximale Bildqualität aus der Kombination von Mikroskop und Kamera heraus.

Top Bildqualität: Canon EOS R7 am Mikroskop mit Fototubus Mikroksopkamera

Verfügt das Mikroskop nicht über einen separaten Fototubus, bieten wir eine ebenso hochwertige Adapterlösung für den Okulartubus an. Dabei wird ein Okular entfernt und an dessen Stelle die Adapterlösung mit Kamera hineingesteckt.

Profi Okularkamera Mikroksop Canon EOS R RF-Bajonett

Symbolfoto: Canon EOS R am Okulartubus 23.2mm oder 30mm Innendurchmesser

Bisher gab es die Canon APS-C Systemkameras nur mit EOS M-Bajonett. Mit der R7 und der noch kleineren R10 (erhältlich für ca. 1000 Euro) hat das Unternehmen einen Schritt in eine andere Richtung getan. Grundsätzlich lässt sich sagen, dass die EOS R7 vom Aussehen und Größe der R6 sehr ähnlich ist - man kann sie also als "kleine R6" bezeichnen. Im Vergleich dazu ist die R10 doch noch um einiges kleiner. 

Die spiegellose Systemkamera R7 verfügt über einen extrem schnellen APS-C Sensor mit CMOS Technologie und einer Auflösung von 32 MegapixelnDurch die für eine APS-C Kamera sehr hohe Bildpunkteanzahl eignet sich die Kamera auch hervorragend für den Einsatz an Mikroskopen mit schwacher Vergrößerung (bis 30x) bzw. an Makroskopen. In niedrigen Vergrößerungsbereich werden dadurch noch mehr Details der Präparate sichtbar gemacht. 

Neben dem mechanischen Verschluss besitzt die Kamera auch einen elektronischen Verschluss zum vibrationsfreien ("lautlosen") Auslösen. Die kürzeste Verschlusszeit ist 1/16.000 Sekunden im manuellen Modus. Damit ist sie auch für bewegte Objekte ausgezeichnet geeignet. 

Im Fotomodus erreicht die Kamera mit einer Serienbildrate von bis zu 30 Bildern/Sekunde (entspricht der Performance der EOS R3!) mit elektronischem Verschluss und 15 Bildern/Sekunde mit mechanischem Verschluss ebenfalls einen Top-Rang. Dasselbe gilt für die "kleine Schwesterer" R10, die mit 15 Bildern/Sekunde ebenfalls einen für den Preisbereich schnellen Verschluss besitzt. Vergleichbare Kameras wie die Alpha 6600 kommen "nur" auf eine Bildrate von 11 Bildern/Sekunde in höchster Auflösung.

Auch Videos lassen sich im 4K-Format aufnehmen, wobei die Kamera sogar ein sogenanntes "Oversampling" bei 30 Bildern pro Sekunde von 7K auf 4K durchführt. Das bedeutet, dass die Videos eigentlich im 7K Modus aufgenommen werden und dann auf 4K "heruntergerechnet" werden. Im "normalen" 4K-Modus werden sogar 60 Bilder pro Sekunde aufgenommen. Einzelne Bilder können aus 4K-Videos  in einer Größe von ca. 8,3 MP (3840x2160) extrahiert und gespeichert werden.

Ausgezeichnet gefällt uns auch die Neuerung, dass es bei der Aufnahmezeit kein übliches Limit auf 30 Minuten mehr gibt. Diese Zeitlimitierung ist bei vielen Kameras aus zolltechnischen Gründen vorhanden. Die R7 kann 6 Stunden am Stück aufnehmen - man benötigt nur das geeignete Speichermedium, das mit so großen Datenmengen auch umgehen kann. Als Speichermedien werden an beiden verfügbaren Kartensteckplätzen UHS-II Speicherkarten unterstützt. 

Die R7 weist einen maximalen ISO Wert von 51.200 auf - das ist selbst für lichtarme Verhältnisse wie die Fluoreszenzmikroskopie völlig ausreichend.

Dass die Kameras R7 und R10 beide die hervorragenden Autofokus-Eigenschaften der R3 geerbt haben, ist in der Mikroskopie, in der nur das Kameragehäuse ohne Objektive verwendet wird, zwar kein wesentlicher Aspekt, könnte jedoch viele Fotografen ansprechen, die die Kamera flexibel vewenden möchten. Negativ auswirken könnte sich hier allerdings, dass es im neuen RS-System erst zwei kompatible Objektive gibt. Mit dem EF-EOS R Adapter, der in der Lieferung enthalten ist, können aber auch klassische EF Objektive verwendet werden. 

Grundsätzlich empfehlen wir die Fernsteuerung der Kamera mit der im Lieferumfang befindlichen Canon EOS Utility Software vom Computer aus. Hier wird die Kamera über ein USB-Kabel mit dem Computer verbunden und das Livebild kann bequem vom Computer aus betrachtet werden. Auch die Einstellung der Schärfeebene dank der Lupenfuktion, das Auslösen und das Speichern der Bilddaten direkt auf der Festplatte sind praktische Features. Manchmal ist das Arbeiten mit Computer jedoch nicht möglich, daher ist das dreh- und schwenkbare Kameradisplay ein wichtiger Bestandteil der Kamera. Das flexible 3'' TFT LCD Display mit Bildschirm-Seitenverhältnis von 3:2 lässt sich nämlich so einstellen, dass man es bequem vom Arbeitsplatz aus betrachten kann. Mithilfe des Touchscreens lässt sich die Kamera einfach steuern. Die Bildschirmhelligkeit lässt sich auf eine von sieben Helligkeitsstufen einstellen. 

Als Alternative steht auch die Canon Camera Connect APP zum Steuern der Kamera über WLAN mit Tablet und Handy zur Verfügung.  

Neben der Datenübertragung kann die USB Buchse auch zum Laden und zur Dauerstrom-Versorgung verwendet werden. Es handelt sich um einen USB-C 3.2 Gen. 2 Anschluss, also einen SuperSpeed Plus USB Anschluss. 

Um das Live-Bild auf einem großen, 4K unterstützenden Monitor abzubilden, empfehlen wir die Verwendung des HDMI Micro-Ausgangs (Typ D). 

Fazit: Die Canon EOS R7 ist eine tolle APS-C Systemkamera, die insbesondere mit ihrer Geschwindigkeit punktet. Für die Mikroskopie ist sie sehr gut geeignet - auch weil sie mit der Canon EOS Utility Software ausgezeichnet über den Computer gesteuert werden kann. Mithilfe unserer flexiblen Adapterlösungen mit planachromatischer Präzisionsoptik kann der Kamerabody mit R-Bajonett einfach und schnell an jedes Mikroskop montiert werden und liefert überzeugende Ergebnisse.

10.10.2022
Neue LM Digital-Adapter für: Canon EOS R5 / Canon EOS R6 / Canon EOS R / Canon EOS Ra (Astro) / Canon EOS RP / Canon EOS R7 / Canon EOS R10 / Canon EOS 1D X Mark III / Canon EOS 1D X Mark II / Canon EOS 1D X / Canon EOS 90D / Canon EOS 5D Mark IV / Canon EOS 6D Mark II / Canon EOS M6 Mark II / Canon EOS 250D / Canon EOS 850D / Rebel T8i / Canon EOS 6D / Canon EOS M200 / Canon EOS 5DS R ( without low-pass filter) / Canon EOS 80D / Canon EOS M50 Mark II / Canon EOS 5DS / Canon EOS M50 / Canon EOS 70D / Canon EOS 200D / Canon EOS 800D / Rebel T7i / Canon EOS 77D / Canon EOS 5D Mark III / Canon EOS 60D / Canon EOS 750D / Rebel T6i / Canon EOS 760D / Rebel T6s / Canon EOS 5D Mark II / Canon EOS 1D Mark IV / Canon EOS 7D Mark II / Canon EOS 600D / Rebel T3i / Canon EOS 650D / Rebel T4i / Canon EOS 700D / Rebel T5i / Canon EOS 2000D / Rebel T7 / Canon EOS 7D / Canon EOS 550D / Rebel T2i / Kiss X4 Digital / Canon EOS 1300D / EOS Rebel T6 / Canon EOS 4000D / Canon EOS 100D / Canon EOS 50D / Canon EOS 1200D / EOS Rebel T5 / EOS Kiss X70 / Canon EOS 1100D / Rebel T3 / Canon EOS 1D Mark III / Canon EOS 40D / Canon EOS 60Da for astrophotography / Canon EOS M100 / Canon EOS M6 / Canon EOS M5 / Canon EOS 1000D / Digital Rebel XS / Canon EOS 1Ds Mark III / Canon EOS M3 / Canon EOS 500D / Digital Rebel T1i / Canon EOS 450D / Digital Rebel XSi / Canon EOS M / Canon EOS 5D / Canon EOS 1D Mark II / Canon EOS 400D / Digital Rebel XTi / Canon EOS 30D / Canon EOS 20Da / Canon EOS 20D / Canon EOS 10D / Canon EOS 1D Mark II N / Canon EOS 350D / Digital Rebel XT / Canon EOS 300D / Digital Rebel / Canon IXUS 1000 HS / Canon IXUS 310 HS /