Digital-Kamera Mikroskop-Ranking

Welche digitale Kamera funktioniert am besten am Mikroskop?

Mit dieser Liste wollen wir Ihnen die Suche nach der richtigen Digitalkamera erleichtern. Das Augenmerk wird auf die in der Mikroskopie erforderlichen Kamerafunktionen gelegt. Mit der optimalen Kamera lässt sich im starken Maße die Bildqualität und Arbeitsgeschwindigkeit steigern.


Kamera-Beurteilung

Wir haben versucht, möglichst neutral und objektiv die Kameras nach Ihren für die Mikroskopie optimalen Funktionen zu bewerten. Je nach Wichtigkeit für die Mikroskopie haben wir die Funktionen unterschiedlich gereiht. Die Einzelpunkte wurden zusammengezählt und eine Gesamt-Punkteanzahl berechnet.

Bewertungschlüssel

Entfernbares Objektiv der Kamera

wenn Ja

2000 Punkte

Belichtungsautomatik bei abgenommenen Objektiv

wenn Ja

1500 Punkte

LIVE VIEW ( Bewegtes Vorschaubild am Kamera LCD)

wenn Ja

1000 Punkte

Anzahl der Bildpunkte des Sensors

Megapixel mal 200

[Mega Pixel] x 200 Punkte

Spiegelvorauslösung (sämtliche Camcorder und Kompaktkameras sind auf ja gesetzt)
wenn Ja 1000 Punkte

Pluspunkte für besonders in der Mikroskopie hilfreichen Kamera-Funktionen bzw.Eignungen

z.B.
verschließbarer Prismeneinblick,

bewegliches Kamera-LCD,

Fernauslöser

0 bis 3000 Punkte


Kamera Ranking für digitale Spiegelreflex- und Kompaktkameras

Der Einsatz von digitalen Kameras am Mikroskop stellt besondere Anforderungen an die  digitale Kamera.
Nur eine große Anzahl an Bildpunkten des Sensor Chips ist noch kein Garant für hochqualitative mikroskopische Bilder. Erst in Kombinationen mit anderen relevanten Faktoren ergibt ein guter Sensor Chip die optimale Bildqualität.


Reihenfolge der Digital Kamera Funktionen, welche die Bildqualität in der Mikroskopie stark erhöhen

1. Entfernbares Objektiv der Kamera
2. Belichtungsautomatik auch ohne montiertes Original-Objektiv, z.B. T2 Anschluss
3. LIVE VIEW, bewegtes Vorschaubild am Kamera LCD
4. Anzahl der Bildpunkte des Sensors
5. Spiegelvorauslösung
6. Verschließbarer Suchereinblick
7. Bewegliches Kamera-LCD
8. Fernauslöser ( Kabel ,Infrarot oder Funk)



1. Entfernbares Kamera-Objektiv


Beim Einsatz von digitalen Kameras am Mikroskop ist es von großem Vorteil, wenn das kameraeigene Objektiv entfernt werden kann. Durch die Reduktion von allen nicht für die Mikroskopabbildung unbedingt notwendigen optischen Linsen (bei manchen Objektiven sind das bis zu 18 Linsen!) im mikroskopischen Strahlengang erhöht sich die Bildqualität beträchtlich.

Bei Spiegelreflexkameras kann das Objektiv  in der Regel entfernt werden. Der LM Digital DSLR Adapter übernimmt die mechanische und optische Anpassung und erzeugt ein optimal ausgeleuchtetes, scharfes und kontrastreiches Bild. Die resultierende Bildqualität ist im Vergleich zu Kompaktkameras und Camcorders ohne entfernbares Objektiv um einiges höher.
Besonders bei Verwendung von Messprogrammen am Computer ist die Verwendung von Kompaktkameras ein Nachteil. Das nicht entfernbare Zoom Objektiv von Kompaktkameras macht die Kalibrierung  für Längenmessung fast unmöglich, da die Zoomstellung des Objektivs nicht präzise reproduzierbar erfolgen kann. Es ergibt sich immer eine andere Gesamtvergrößerung.


2. Belichtungsautomatik

Besonders wichtig bei der Verwendung einer Digital-Kamera in der Mikroskopie ist eine voll funktionierende Belichtungsautomatik auch ohne montiertes Original-Objektiv. 
Bei manchen Kameramodellen werden keine Fremdobjektive  akzeptiert, die Folge ist, dass Zusatzgeräte wie z.B. Balgen, Teleskopadapter  und LM Digital Adapter  trotz einem genormten originalen T2 Anschluss nicht verwendet werden können.

Manche Digital-Kameramodelle besitzen nur einen manuellen Belichtungs-Modus, welcher bei den meisten mikroskopischen Arbeiten sehr zeitaufwendig ist. Um damit eine optimale Belichtung zu bekommen, ist fast immer eine Belichtungsreihe notwendig.
Gott sei Dank haben viele am Markt befindlichen Digital Spiegelreflex Kameras  eine voll funktionsfähige  Belichtungsautomatik auch ohne montiertes Original-Objektiv mit einem T2 Anschluss.
Diese digitalen SLRs haben eine für die Mikroskopie meistens gut funktionierende Programmautomatik, welche ohne montierte Original-Objektive mit einem T2 Anschluss eine Art Zeitautomatik ergeben.
Besser ist natürlich die Verwendung der Belichtungsautomatik mit Blendenvorwahl, die Funktion ist also eine reine Zeitautomatik. 
Bei Aktivierung der Blendenautomatik werden die Mikroskopbilder naturgemäß falsch belichtet.

Da bei Einsatz eines T2 Anschlusses dieser immer eine offene Blende simuliert, wird automatisch mit der richtigen Verschlusszeit belichtet.
Notwendige Belichtungskorrekturen können am einfachsten mit der Belichtungskorrekturtaste (+/-)oder nach Umswitchen in den Zeitvorwahl-Modus (= Belichtungsautomatik mit Zeitvorwahl) gezielt durchgeführt werden.
Leider gibt es noch kein mikroskop-optimales digitales SLR Modell mit automatischer Belichtungsreihe (Auto Exposure Bracketing). Diese Funktion würde das optimale Belichtungsmanagement natürlich noch mehr erleichtern. 
Die Wahl des Messmodus (Spot-, Integral- oder Vielfeldmessung) hängt vom jeweiligen Digitalkameramodell und vom aufzunehmenden Motiv ab. Generell kann gesagt werden, dass bei vielen Mikro-Präparaten mit normalem Kontrast alle drei Messmodi gute Ergebnisse liefern. Bei Dunkelfeld, Polarisation und Fluoreszenz wird meist eine Spot- bzw. eine Vielfeldmessung Erfolg bringen. 

3. LIVE VIEW, bewegtes Vorschaubild am Kamera LCD

Alle Kompaktkameras und einige digitale Spiegelreflexkameras besitzen eine Live Bild Funktion. Das reale Bild wird  unmittelbar „live“  am Kamera Display gezeigt.
Bei Kompaktkameras, teilweise ohne optischen Sucher, ist diese Funktion eine Selbstverständlichkeit.
Bei digitalen Spiegelreflexkameras (DSLR) ist das derzeit, Stand 2007,  noch eher die  Ausnahme.
Bei den üblichen DSLRs wird durch den optischen Sucher scharfgestellt und nach Betätigen des Auslösers wird das Bild erst am LCD Display der Kamera angezeigt. Das bedeutet, dass erst die gemachten Aufnahmen sichtbar und beurteilbar sind.
Ist eine Kamera am Mikroskop senkrecht montiert, wird die Kontrolle über einen optischen Sucher sehr unbequem.

Eine geringe Erleichterung bringt ein optionaler Winkelsucher oder ein optionaler aufsteckbarer digitaler Sucher für Spiegelreflexkameras. Bei senkrechter Mikroskopmontage der Digital SLR weist bei einigen Modellen dieser digitalen Sucher, das Farbdisplay nicht wie gewünscht mit leichter Neigung zum Mikroskopiker, sondern leider mit ca. 15° von der Senkrechten abweichend nach oben.
Erst die neuesten aufsteckbaren Digitalsucher sind drehbar bzw. besitzen ein abnehmbares kabelgebundenes TFT-Farbdisplay, welches ein ergonometrisch angenehmes Arbeiten erlaubt.
Allerdings kosten diese digitalen Aufstecksucher soviel wie eine günstige digitale Spiegelreflexkamera!
 
Einige digitale Spiegelreflexkameras wie Olympus E330, E410, E510 oder Canon EOS Mark III besitzen die Live View Funktion. Damit ist es möglich vor dem Auslösen das Bild am Kameradisplay zu überprüfen und bei Bedarf das  Mikroskop nachzufokussieren bzw. eine andere Bildkomposition zu wählen. Bei den Modellen Olympus E330, E410, E510 besteht die zusätzliche Möglichkeit das bewegte Vorschaubild „Live View“ mit einer digitalen10-fach Lupe anzusehen und die Schärfe des Bildes auf den Punkt zu bringen. Damit ist es möglich das letzte Quäntchen an Schärfe herauszuholen.

Meist ist auch ein Videoausgang  ( PAL / NTSC) vorhanden mit dem das Live Bild an einen externen Monitor betrachtet werden kann.


4. Bildpunktanzahl des Sensors

In der Mikroskopie ist nicht ausschließlich die Pixelanzahl für die Bildqualität, Bildschärfe und Kontrast verantwortlich. Größten Einfluss auf das Auflösungsvermögen hat die eingesetzte Optik. Ein wichtiger Faktor stellen die  verwendeten Mikroskop- Objektive dar. Da eine Kette nur so stark wie das schwächste Glied ist, sollte das optische System sich daher  durchgehend aus aufeinander optimal abgestimmten Komponenten mit möglichst hoher Qualität zusammen setzen.
Für beste Qualität mikroskopischer Fotos ist die Verwendung zumindest von Plan-Achromaten empfehlenswert. Noch besser sind naturgemäß Plan-Fluoride oder Plan-Apochromatische Objektive.

Je größer die verwendete Vergrößerung ist, desto geringer ist der Einfluß der Pixelanzahl der digitalen Kamera. Aufgrund physikalischen Gesetzmäßigkeiten ist bei schwachen Vergrößerungen und besonders bei Makrofotos eine hohe Pixelanzahl der Kamera von Vorteil.
 
5. Spiegelvorauslösung


Während der Belichtung wird bei einer Spiegelreflexkamera der Spiegel hochgeklappt. Dadurch wird der Lichtweg auf den Vorhangverschluss freigegeben und nach dem Öffnen eine Belichtung des Sensor Chips ermöglicht. Leider hat der Spiegel eine beträchtliche Masse. Durch das Hochklappen des Spiegels entstehen Schwingungen, die auf das ganze System weitergeleitet werden. Diese Vibrationen führen meistens zu Verwacklungen und eine mehr oder weniger starke Reduktion der Bildschärfe ist die Folge. Für die Mikroskopie optimale DSLRs haben die Funktion „Spiegelvorauslösung“. Nach dem Auslösen wird zuerst der Spiegel hochgeklappt und danach erfolgt die Belichtung. Bei einigen Modellen ist die Verzögerung  zwischen dem Spiegelhochklappen und dem Öffnen des Vorhangverschlusses in Sekunden einstellbar.
Mit dieser Funktion wird verhindert, dass die Vibrationen durch das Hochklappen des Spiegels in dem „gefährlichen“ Zeitbereich der Belichtung fallen. Diese Kamerafunktion erhöht die Bildqualität der Mikrofotos stark.

Bei sämtlichen Camcorder und Kompaktkameras ist dieser Punkt unrelevant, da bei Zentralverschlüssen im Gegensatz zu Spiegelreflexkameras keine Verwacklungsunschärfe durch den Verschluß gegeben ist.

[ weitere Informationen zum Thema Spiegelvorauslösung ]

6. Verschließbarer Suchereinblick


Mikroskopaufnahmen mit mikroskopoptimalen DSLRs werden normalerweise am Kamera-LCD beurteilt, ohne durch den optischen Sucher zu blicken. Daher ist es notwendig durch Drehen des Sucherverschlusshebels  die Sucherabdeckung zu verschließen. Erfolgt dies nicht, fällt Umgebungslicht  in den Sucher und verfälscht das Belichtungsmessergebnis. Die Folge sind falsch belichtete Mikrofotos. Dieser Effekt hat schon viele Mikrofotografen zur schieren Verzweiflung getrieben. Durch Auflegen eines den Sucher überragenden lichtdichten schwarzen Blättchens kann provisorisch der Umgebungslichteinfall vermieden werden.
 
7. Bewegliches Kamera-LCD

Bei der Mikrofotografie  sitzt der Fotograf  in den überwiegenden Fällen vor dem Mikroskop mit der aufmontierten Digitalkamera. Es ist äußerst unbequem  wenn man gezwungen ist aufzustehen und auf den nicht verstellbaren Kamera-LCD oder durch den optischen Sucher zu blicken, um den Bildausschnitt und/oder die Bildkomposition zu kontrollieren.
Optimal ist eine digitale DSLR mit verstellbarem Kamera-LCD. Nach Senkrechtstellen des Kamera-LCDs mit leicht zum Mikroskopiker geneigten Display, also optimalem Blickwinkel, kann das Bild bequem von der Sitzposition aus betrachtet und beurteilt werden.
Als Alternative kann bei nicht beweglichen Kamera-LCDs das Bild auf einem externen Monitor betrachtet werden. Bei vielen Digitalkameras ist ein PAL/NTSC Videoausgang integriert und in der Grundausstattung ein AV-Kabel enthalten. Mit einer Grafikkarte kann auch ein Computerbildschirm als Videomonitor zweckentfremdet werden.
 


8. Fernauslöser

Durch die Verwendung eines Fernauslösers lässt sich die Bildschärfe sehr einfach erhöhen.
Meist sind Fernauslöser schon in der Grundausstattung der Digitalkameras enthalten.
Auch werden im Handel extra Kabel-, Infrarot- und seltener Funk-Fernauslöser je nach Kamera-Modell angeboten.
Wird kein Fernauslöser verwendet, sind meistens unweigerlich Verwacklungsunschärfen  die Folge. Diese sind dadurch gekennzeichnet, dass sie durch verwaschene Doppelstrukturen über die ganze Bildfläche eine mehr oder weniger starke  Unschärfe hervorrufen.

Ist momentan kein Fernauslöser vorhanden, kann notfalls auch die etwas umständliche Selbstauslöser-Funkion aktiviert werden.


Welche digitale Kamera funktioniert am besten am Mikroskop? [ Auflistung der Kameras ]

Neue LM Digital-Adapter für:
Canon EOS 1Ds Mark III / Nikon D3 / Nikon D300 / Canon EOS 450D / Digital Rebel XSi / Canon EOS 1D Mark III / Sony Alpha 350 / Olympus E-3 / Sony Alpha 300 / Panasonic Lumix DMC-L10 / Pentax K20D / Olympus E-330 / Canon EOS 1Ds Mark II / Canon EOS 40D / Olympus E-410 / Olympus E-510 / Samsung GX-20 / Leica Digilux 3 / Canon EOS 5D / Sony Alpha 700 / Olympus E-400 / Canon EOS 400D / Digital Rebel XTi / Sigma SD14 / Canon EOS 1D Mark II N / Canon EOS 20Da / Canon PowerShot S80 / Kodak DCS Pro SLRc / Kodak DCS Pro SLRn / Kodak DCS Pro 14n / Canon EOS 30D / Canon EOS 350D / Digital Rebel XT / Canon EOS 20D /




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