Kamerainterne Vibrationen während des Aufnahmevorgangs
Bereits minimalste Erschütterungen während des Aufnahmevorgangs reduzieren die Fotoqualität in der Mikrofotografie deutlich. Hauptverantwortlich für diese Verwacklungen sind der bewegliche Spiegel und der mechanische Verschluss. Abhängig von Kamerahersteller und -modell gibt es unterschiedliche Konzepte, um störende Vibrationen weitgehendst zu vermeiden.
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Live View Systemkameras: Kameras mit Wechselobjektivfassung ohne Spiegel
Die Kameraklasse der Systemkameras (wie z. B. die Sony Nex Serie oder die Olympus Pen Serie) besitzt keinen Spiegel mehr. Dieser ist durch den Verzicht des optischen Suchers überflüssig. Die meisten mechanischen Schwingungen während des Auslösens entstehen durch den Spiegel und den mechanischen Verschluss, der für die Steuerung der Belichtungszeit notwendig ist. Am Anfang des Belichtungsvorgangs schließt sich der Verschluss und ein digitaler Reset wird durchgeführt. Dann öffnet sich der Verschluss und die Belichtung beginnt. Ist die Belichtungszeit beendet, schließt sich der Verschluss wieder und der Sensor wird ausgelesen. Während des Auslesevorgangs darf kein Licht auf den Sensor gelangen. Erst wenn sich der Verschluss wieder öffnet, kann ein Live View Bild angezeigt werden.

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Live View Spiegelreflexkameras: Kameras mit getrenntem Antrieb für Spiegel und Verschluss
Abhängig vom Kameramodell gibt es unterschiedliche Konzepte für den Antrieb von Verschluss und Spiegel. Hochwertige Kameras (wie z.B. Canon EOS 5D Mark2, Nikon D7000, Nikon 7D) können unabhängig vom Spiegel den Verschluss betätigten. Wird aus dem Live View Modus heraus ein Foto gemacht, bleibt der Spiegel hochgeklappt. Der Verschluss schließt sich und ein Sensorreset wird durchgeführt. Am Beginn der Belichtungszeit öffnet sich der Verschluss wieder, am Ende schließt er sich und das Bild wird ausgelesen. Zum Anzeigen des Bilds im Live View Modus, öffnet sich der Verschluss wieder.
Der Spiegel selbst wird bei diesen Kameras während des ganzen Vorgangs nicht bewegt. Deswegen können dadurch auch keine Vibrationen entstehen. An sich nützliche Kameraeinstellungen wie Spiegelvorauslösung oder Spiegelverriegelungen sind im Live View Modus nicht mehr notwendig.
Einzig der mechanische Verschluss bleibt als Verursacher für störende Schwingungen. Bedingt durch das geringer Gewicht des Verschlusses, sind die Vibrationen allerdings meist sehr gering und haben kaum Einfluss auf die Bildqualität. Moderne Profikameras (z.B. die Canon EOS 5D Mark2) haben aber auch für dieses "Restrisiko" eine Lösung gefunden. So ist es bei der Canon EOS 5D Mark2 möglich, den mechanischen Verschluss zu Beginn des Aufnahmevorgangs nicht zu verwenden und nur einen Reset des Sensor durchzuführen. Dies bezeichniet man als digitalen Verschluss.
Einige hochpreisige Kameras (z.B. Canon 7D, Canon 40D, Canon 60D, Canon 5MarkII) besitzen auch spezielle Funktionen, um geräuscharm (= Vibration arm) fotografieren zu können. Unter der Bezeichnung "Leise Aufnahme" gibt es einige sehr interessante Features.

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Live View Spiegelreflexkameras: Kameras mit gemeinsamen Antrieb für Spiegel und Verschluss
Günstigere Spiegelreflexkameras besitzen meist keinen getrennten Antrieb für Spiegel und Verschluss. Betätigt man aus dem Live View Modus heraus den Auslöser, klappt der Spiegel runter und anschließend wieder hoch. Diese unnötigen Spiegelbewegungen erzeugen zum Teil erhebliche Vibrationen, die die Bildqualität deutlich beeinträchtigen können. Um den Einfluss des Spiegelschlags zu reduzieren, sind die meisten Modelle mit einer speziellen Funktion ausgestattet. Mit der Aktivierung der Funktion Spiegelvorauslösung (Spiegelverriegelung) wird nach dem Spiegelschlag eine kurze Pause eingelegt (wählbar ist ein Zeitintervall zwischen 2 und 8 Sekunden) und dann wird erst mit der Aufnahme begonnen. In dieser kurzen Pause sind die mechanischen Schwingungen meist so stark abgeklungen dass sie keinen negativ Einfluss mehr haben.

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Live View Spiegelreflexkameras: Kameras mit teildurchlässigen Spiegel
Bei der Verwendung eines feststehenden, teildurchlässigen Spiegels, entstehen keine Vibrationen. Die Spiegeleinheit ist teildurchlässig und versorgt den Kamerasensor und den optischen Sucher gleichzeitig mit Licht. Bei der Sony Alpha Serie beispielsweise wird das Licht in einem fixen Verhältnis aufgeteilt, 80% treffen auf den Sensor und 20% gelangen in den Sucher. Als erster Hersteller überhaupt, hat Sony die Alpha Kamera Reihe mit Wechselobjektivfassung ausgestattet und benennt den speziellen Spiegel "translucent mirror" .
Vibrationen durch den mechanischen Verschluss sind allerdings trotzdem weiterhin vorhanden analog wie bei den Systemkameras.

Vibrationsarme Kameras für die Mikroskopie:
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Vermeidung von Spiegelvibrationen
- Spiegellose Systemkameras
- Kameras mit unbeweglichen, durchlässigen Spiegeln
- Verwendung der Spiegelvorauslösung bei Spiegelreflexkameras im Live View Modus
- Live View Modus ohne Spiegelbewegungen beim Auslösen
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Vermeidung von Verschlussvibrationen
- elektronischer Verschluss am Beginn der Aufnahme
- Wahl der optimalen Belichtungszeit
- Einsatz eines Blitzes
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