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Canon EOS 5D Mark II

Nachdem die Canon EOS 5D Mark II seit mittlerweile mehr als zwei Jahren in unserem Kameraranking unangefochten auf Platz 1 liegt und es auch in nächster Zeit nicht so aussieht, als ob sie davon verdrängt wird, fanden wir, dass es an der Zeit ist, auch einen ausführlichen Testbericht dazu zu veröffentlichen.

Die Canon EOS 5D Mark II ist eine sehr beliebte Kamera, die schon einen gewissen Kultstatus genießt! Sie besitzt einen Vollformatsensor (24x36mm) mit 21 Megapixel und vielen Profifeatures. Der Kamerabody ist derzeit schon für einen Preis ab 1850€ zu haben.

Beginnen wir bei unserer Testung mit dem Offensichtlichstem, dem Gehäuse. Es weist ein stattliches Gewicht auf (rd. 950 g), ist tadellos verarbeitet (so gut wie keine Spaltmaße) und hat an den wichtigsten Orten Gummidichtungen, um vor Nässe und Staub zu schützen. Somit ist das Arbeiten im Outdoorbereich auch bei widrigen Witterungsverhältnissen kein Problem. Das Display ist gleich groß wie die Modelle der anderen Kamerahersteller, aber leider nicht in alle Richtungen schwenkbar, wie jenes der Olympus E-5.

Die Bedienung der Kamera ist sehr anwenderfreundlich. Mit Hilfe des „My Menu“ kann man sich die Handhabung der Kamera noch mehr erleichtern, in dem man nur diejenigen Menüpunkte aufnimmt, die man persönlich braucht. Die Steuerung der EOS 5D Mark II erfolgt hauptsächlich über den Multicontroller, einem kleinen Joystick auf der Kamerarückseite und mit den beiden Einstellrädern.

Sehr praktisch für die Anwendung in der Mikro- und Makroskopie ist jedoch die HDMI-Schnittstelle und der somit möglichen Live View Betrachtung am Monitor in HDTV Qualität. Dies vereinfacht nicht nur das Arbeiten an sich, sondern ermöglicht auch, dass mehrere Personen an einem Objekt tätig sind.

Eine Fernsteuerung über den PC ist via USB-Kabel möglich. Speziell in der Mikroskopie ist dies von großem Vorteil, da man so Verwacklungen vermeidet. Man erspart sich dadurch das Verwenden einer IR Fernbedienung oder des noch umständlicheren Benützen des Selbstauslösers. Die EOS Capture Software (tethered shooting) ist wie bei allen Canon Modellen im Lieferumfang enthalten.

Ebenfalls sehr praktisch ist die Ordnererstellungs-Funktion, besonders wenn man öfters Bilder veröffentlicht oder mit mehreren Personen in einer Gruppe zusammenarbeitet. Damit kann man den Namen des Fotografen und den Inhaber der Bildrechte registrieren. Die eingebauten Bildnachbearbeitungsfunktionen sind sehr minimalistisch und auch nur im Direktdruckbetrieb über das Druckmenü abrufbar. Auch kann man nachträglich das Bildformat nicht mehr ändern.

Speziell bei schwacher Vergrößerung (< 10x) punktet die  Canon EOS 5D Mark II durch ihren hochwertigen, großen Sensor mit der hohen Bildpunkteanzahl. Bedingt durch den großen Sensor (24x36mm) ist sie extrem rauscharm und besitzt zudem mit 42 Bit eine große Farbtiefe (lediglich wenige Konkurrenzmodelle können hier mithalten, die meisten haben nur 36 Bit oder sogar weniger). Besonders für lichtarme spezielle Verfahren, wie die Floureszenz-Mikroskopie ist ein lichtempfindlicher, rauscharmer Sensor von großem Vorteil.



Die Kamera stellt hohe Ansprüche an das Mikroskop. Will man eine optimale Bildqualität erzielen, so sollte man vollauskorrigierte Mikroskopobjektive (Plan Apos) verwenden.

Ein großer Pluspunkt für die Anwendung in der Mikroskopie ist die eingebaute Lupenfunktion im Live Bildmodus. Für die exakte Schärfenebeneneinstellung positioniert man die Lupe im zu vergrößerndem Feld mit dem Multicontroller (Joystick). 

Lupenfunktion:

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Bild 1: Zuerst schaltet man die Lupenfunktion ein (1), dann stellt man mithilfe des Positionsknopfes (2) die Stelle des Präparats ein, die man vergrößert haben möchte. Nicht bei jeder Kamera kann man die Position selbst einstellen. Kann man die Position nicht selbst wählen, so nimmt die Kamera automatisch die Bildmitte.

Bild 2: Nun erscheint am Display das Symbol Lupenfunktion mit der Information, wie viel man vergrößert hat. Mit der Taste Lupenfunktion kann man nun die gewünschte Vergrößerung einstellen. Anschließend stellt man das Bild scharf und drückt den Auslöser.

Fazit:
Die Canon EOS 5D Mark II hat alles, was man sich für die Mikroskopie wünscht. Sie liefert eine Top Bildqualität, ist leicht zu bedienen, stellt eine Lupenfunktion zur Verfügung und hat einen Live View Modus, der mittels HDMI Schnittstelle sogar auf einen Monitor übertragbar ist. Der im Vergleich zu ähnlichen Kameras der Mitbewerber günstige Preis, macht die Kamera noch attraktiver! Außerdem hat sie ein robustes Gehäuse und ist einwandfrei verarbeitet. Und würden wir nicht das schwenkbare Display von der Olympus E5 kennen, so würde es uns hier auch nicht abgehen! Aber man kann sich hierbei mit einem einfachen Displayspiegel behelfen.

Technische Daten:

Stand: 31.03.2011


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